Zum Inhalt springen

Auswahl der Sprachversion
Geteiltes Bild. Linker Abschnitt zeigt die Front des Schulgebäudes. Vor dem Gebäude ist eine Skulptur in Form eines Vogels zu erkennen. Der mittlere Abschnitt zeigt ein Teddybären mit altmodischem Hörgerät. Der Schriftzug

Arbeitsschwerpunkte

Schulische Entwicklung

Die Lerninhalte orientieren sich an den Richtlinien der Grundschule oder der jeweiligen Schulform der Sekundarstufen I und II. Hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler benötigen auf Grund der eingeschränkten auditiven Wahrnehmung häufig eine Unterstützung im Unterricht sowie eine Aufarbeitung der Unterrichtsinhalte. Hierbei spielen vor allem der Ausbau der sprachlichen Kompetenzen in der deutschen Sprache (Textverständnis, Wortschatzerweiterung, Textproduktion, Grammatik, Interpretation) sowie eine gezielte Hilfestellung beim Erwerb der Fremdsprachen eine große Rolle. Aber auch in allen anderen Unterrichtsfächern besteht auf Grund des hohen sprachlichen Anteils Unterstützungsbedarf, in Abhängigkeit von den individuellen Kompetenzen der jeweiligen Schülerinnen und Schüler.

Hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler werden im Rahmen des Gemeinsamen Lernens in der Regel einmal pro Woche durch eine Förderschullehrerin oder einen Förderschullehrer der LVR-David-Hirsch-Schule sonderpädagogisch begleitet. Die Förderung kann dabei im Klassenverband durch eine Unterstützung im Klassenunterricht oder eine Kleingruppenbetreuung zusammen mit Mitschülerinnen und Mitschülern stattfinden. Zudem erfolgt oftmals eine individuelle Unterstützung als Einzelförderung während oder nach dem Unterrichtsgeschehen.

Persönlichkeitsentwicklung

Ein weiterer Bereich der sonderpädagogischen Unterstützung umfasst die Förderung des Selbstwertgefühls und des Selbstkonzepts. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Behinderung, mit den eigenen Stärken und Schwächen und der daraus langfristig erfolgenden Identitätsfindung soll dabei unterstützt werden. Dies beinhaltet zudem das Angebot individueller Eltern- und Schullaufbahnberatung in Kooperation mit den jeweiligen Kolleginnen und Kollegen der allgemein bildenden Schule. Darüber hinaus bietet die LVR-David-Hirsch-Schule regelmäßige Veranstaltungen an, bei denen die hörgeschädigten Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern miteinander in Kontakt und Austausch kommen können.

Soziale Entwicklung

Zum einen soll der Besuch der allgemein bildenden Schule es ermöglichen, den Kontakt der hörgeschädigten Schülerinnen und Schüler zu guthörenden Gleichaltrigen aufzubauen und so die Teilhabe im schulischen Leben (Akzeptanz von Andersartigkeit, Befähigung zum sozialen Miteinander) zu erleichtern. Die sonderpädagogische Förderung unterstützt dabei den Prozess der wohnortnahen sozialen Integration. Zum anderen eröffnen sich durch regelmäßige Angebote Austauschmöglichkeiten mit anderen hörgeschädigten Schülerinnen und Schülern.

Beratung

Neben der konkreten Arbeit mit dem Schüler/der Schülerin, ist die Beratung im familiären und schulischen Umfeldes ein wichtiger Aufgabenbereich.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Elternarbeit. Hier sind die Hörgeschädigtenpädagogen Ansprechpartner sein für die Eltern auf dem Weg mit ihrem hörgeschädigten Kind.

Die Hörgeschädigtenpädagogen begleiten in Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der allgemeinbildenden Schule die Schullaufbahn der hörgeschädigten Schülerinnen und Schüler, indem sie diese sowie ihre Eltern im Hinblick auf eine erfolgreiche Schulentwicklung beraten. Hierbei erfüllen die Hörgeschädigtenpädagogen wichtige Funktionen als Unterstützung, Informationshilfe und Bindeglied zwischen Elternhaus, Schule sowie weiteren Institutionen, beispielsweise in Bezug auf logopädische Betreuung oder berufliche Ausbildungsmöglichkeiten etc...

Grenzen des gemeinsamen Lernens

Häufig erweist der Besuch einer Regelschule sich – nach einer angemessenen Probezeit- als zu schwierig und demotivierend für hörgeschädigte SchülerInnen. Gründe dafür können sein:

  • dem Unterricht akustisch nicht gut folgen zu können
  • mit der ausgeprägten Geräuschkulisse im Zusammenhang mit ihren Hörgeräten nicht umgehen zu können
  • mit der Stigmatisierung wegen ihrer Behinderung nicht umgehen zu können
  • die Erwartungshaltung der Eltern und Lehrer nicht erfüllen zu können
  • die eigene Erwartungshaltung nicht erfüllen zu können
  • dem Lerntempo der übrigen SchülerInnen nicht folgen zu können
  • dem „Lerndruck" nicht gewachsen zu sein


Für diese SchülerInnen besteht nach Bedarf an der David-Hirsch-Schule die Möglichkeit, teilweise jahrgangsübergreifend - gemäß den Richtlinien und Lehrplänen für die Regelschule in NRW und zugleich hörbehindertenadäquat unterrichtet zu werden. Die SchülerInnen lernen hier in kleinen Klassen mit einem hohen Sprachumsatz in einer sozial entzerrten Atmosphäre. Ein späterer Wechsel zurück zur Regelschule ist nach einer Phase der sozialen Festigung, einer Stärkung der ICH –Identität und der Aneignung von „Hör-Taktiken" jederzeit möglich. Es besteht das Prinzip der Durchlässigkeit.

Nach oben

Grenzen des Gemeinsamen Unterrichts

Häufig erweist der Besuch einer Regelschule sich – nach einer angemessenen Probezeit- als zu schwierig und demotivierend für hörgeschädigte SchülerInnen. Gründe dafür können sein:

  • dem Unterricht akustisch nicht gut folgen zu können
  • mit der ausgeprägten Geräuschkulisse im Zusammenhang mit ihren Hörgeräten nicht umgehen zu können
  • mit der Stigmatisierung wegen ihrer Behinderung nicht umgehen zu können
  • die Erwartungshaltung der Eltern und Lehrer nicht erfüllen zu können
  • die eigene Erwartungshaltung nicht erfüllen zu können
  • dem Lerntempo der übrigen SchülerInnen nicht folgen zu können
  • dem „Lerndruck" nicht gewachsen zu sein
  • ...


Für diese SchülerInnen besteht nach Bedarf an der David-Hirsch-Schule die Möglichkeit, teilweise jahrgangsübergreifend - gemäß den Richtlinien und Lehrplänen für die Regelschule in NRW und zugleich hörbehindertenadäquat unterrichtet zu werden. Die SchülerInnen lernen hier in kleinen Klassen mit einem hohen Sprachumsatz in einer sozial entzerrten Atmosphäre. Ein späterer Wechsel zurück zur Regelschule ist nach einer Phase der sozialen Festigung, einer Stärkung der ICH –Identität und der Aneignung von „Hör-Taktiken" jederzeit möglich. Es besteht das Prinzip der Durchlässigkeit.