Zum Inhalt springen

Auswahl der Sprachversion
Geteiltes Bild. Linker Abschnitt zeigt die Front des Schulgebäudes. Vor dem Gebäude ist eine Skulptur in Form eines Vogels zu erkennen. Der mittlere Abschnitt zeigt ein Teddybären mit altmodischem Hörgerät. Der Schriftzug

CI-Zentrum

Das Cochlear-Implant-Rehabilitationszentrum Rheinland (CIR) in Aachen

Das CIR wurde 1999 gegründet, in Anlehnung an das Audiologische Zentrum, als Kooperationspartner traten hier auch wieder der Schulträger Landschaftsverband Rheinland und das Universitätsklinikum der RWTH Aachen mit der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und plastische Kopf- und Halschirugie und der Verein Gehörlosenhilfe zu Aachen ein.

Bei dem Cochlear-Implant handelt es sich um eine elektronische Innenohrprothese, die im Innenohr (in der Cochlea) mit in der Regel 22 Elektroden implantiert wird. Die Elektroden leiten akustische Reize direkt an den Hörnerv weiter und führen im Hörzentrum des Gehirns zu Hörempfindungen.

Cochlea-Implantationen werden mehr und mehr bei gehörlosen Kindern und Jugendlichen durchgeführt, die keinen Hörgewinn durch herkömmlich Hörgerätetechnik haben, zunehmend erhalten aber auch hochgradig schwerhörige Personen Cochlea Implantate, die dadurch deutlich bessere Höreindrücke als mit Hörgeräten vermittelt bekommen.

Besonders Erfolg versprechend sind Cochlea-Implantationen, wenn sie bei kleinen Kindern während des ersten Lebensjahres durchgeführt werden. Den Kindern wird durch diese Hörreize die Möglichkeit einer ganz normalen und alters entsprechenden Hör- und Sprachentwicklung eröffnet.

Auch für Erwachsene, die nach einer Erkrankung oder durch einen Unfall ertaubt sind, besteht die Möglichkeit einer CI-Versorgung, um wieder Höreindrücke zu erhalten

Seit mehreren Jahren wird zunehmend die beidseitige Versorgung mit Cochlear-Implant durchgeführt, das heißt, dass meist nacheinander erst das eine, dann das andere Ohr mit jeweils einem CI versorgt wird. Der Vorteil liegt in einem noch besseren Hören, indem die auditive Diskrimination, die Trennschärfe und das Richtungsgehör verbessert werden.

Die eigentliche CI-Operation ist erst der Anfang einer umfänglichen Rehabilitation. Der weitaus größere Teil besteht in einem breit gefächerten Therapieangebot, um dem Patienten von der Wahrnehmung akustischer Reize zum tatsächlichen Hören, zur Verarbeitung, zum Verstehen und zur Umsetzung des Verstandenen zu verhelfen.

Neben der engmaschigen technischen Betreuung ist hierzu vor allem sonderpädagogische, logopädische und ergotherapeutische Förderung erforderlich. Bei CI-Kindern im Alter bis zu 6 Jahren kommt hier der Frühförderung für hörgeschädigte Kinder an der David-Hirsch-Schule eine wesentliche Aufgabe zu.

Erwachsene Patienten erhalten natürlich ebenfalls ein entsprechendes Therapieangebot.

Cochlea-Implantionen einschließlich der Rehabilitationsmaßnahmen, werden nach entsprechender Indikation von den Krankenversicherungen bezahlt.

Das Cochlear-Implant Rehabilitationszentrum Rheinland in Aachen stellt ganzjährig ein interdisziplinäres Therapieangebot in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Aachen zur Verfügung.